Nichtraucherschutz für höhere Lebensqualität







von: hemueveg

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Deutsche Krebshilfe fordert bundesweit einheitliche Regelungen

Bonn (ek) – Seit dem 1. Juli 2008 gilt in allen Bundesländern ein grundsätzliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden einschließlich der Gaststätten, damit die Bürger vor dem Passivrauchen geschützt sind. „Die Deutsche Krebshilfe begrüßt den gesetzlichen Schutz der nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit“, so Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Wir bedauern jedoch, dass das Rauchen vielerorts in abgetrennten Raucherräumen erlaubt ist.“ Darüber hinaus entschied das Bundesverfassungsgericht heute, am 30. Juli 2008, dass auch in so genannten Einraumkneipen zunächst wieder geraucht werden darf. Die Deutsche Krebshilfe setzt sich nachdrücklich für bundesweit einheitliche Rauchverbote ohne Ausnahmen in allen öffentlichen Räumen ein.

Die Erfahrungen im Ausland haben gezeigt, dass klare Regelungen für klare Verhältnisse sorgen: In Italien, Irland, Norwegen und in weiten Teilen der USA bewährt sich seit Jahren das komplette Rauchverbot in der Gastronomie sowohl bei Gästen als auch bei Restaurantbetreibern. Die zunächst befürchteten Umsatzeinbußen sind ausgeblieben. Im Gegenteil: Viele neue Gäste kommen gerade wegen der rauchfreien Atmosphäre ins Lokal. Davon ist Deutschland jedoch weit entfernt. Durch eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen zu den Rauchverboten in den 16 Bundesländern entstand nun ein nahezu unüberschaubarer Flickenteppich.

Jedoch hat das Bundesverfassungsgericht die Länderparlamente angewiesen, bis zum 31. Dezember 2009 eine Neuregelung zu schaffen. „Wir vertrauen sehr darauf, dass nun doch bundesweit ein striktes Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen einschließlich der gesamten Gastronomie eingeführt wird“, sagte Professor Schipanski. „Nur so kann es uns gelingen, die nichtrauchende Bevölkerungsmehrheit von Flensburg bis Passau effektiv vor den giftigen Tabakschadstoffen zu schützen. Langfristig ließen sich dadurch viele Krebserkrankungen und damit großes Leid vermeiden.“ In Deutschland gehen jährlich insgesamt 140.000 Todesfälle auf das Konto des Rauchens, 3.300 Menschen sterben an den Folgen des Passivrauchens. Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor und verantwortlich für rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in Deutschland.

Quelle: Deutsche Krebshilfe







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