Aufbau und Historie der Wachstafel







von: Romie

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Aufbau einer Wachstafel

Eine Wachstafel besteht meist aus einer hölzernen Platte, obwohl auch Materialien wie Elfenbein als Hintergrund von Wachstafeln genutzt wurden. Eine äußere Erhebung stellte den Rahmen der Wachstafel dar. Dieser Rahmen diente, entsprechend der Funktion einer Backform, als Begrenzung, damit der Füllstoff – das Wachs – nicht von der Platte lief. In die Platte selbst wurde zuvor ein Relief geschnitzt, um dem Wachs Halt zu geben. Das Wachs wiederum konnte aus Bienenwachs hergestellt und durch Zugaben wie Holzkohlestaub geschwärzt werden. Das feste, eingefärbte Wachs diente dann als Schreibuntergrund, welcher mit einem Griffel (Stilus) beschrieben werden konnte. Durch das Erhitzen und wieder glattstreichen des Wachses konnte bereits Geschriebenes entfernt werden und die Tafel wiederbeschreibbar gemacht werden. Die gebräuchlichsten Größen von Wachstafeln hatten eine Katenlänge von ca. 10-20 cm. Reichte dieser Platz nicht aus, wurden teilweise mehrere Platten zu einem buchähnlichen Konstrukt zusammen gebunden.

Historie der Wachstafeln

Der Ursprung der Wachstafel befindet sich in Mesopotamien im 5. Jahrhundert v. Chr.. Im römischen Reich wurde die Wachstafel stark genutzt, da sie billiger als Papyrus und leichter als Tontafeln war. Hauptsächlich wurden kurze Notizen und Schulaufgaben in diese Tafeln eingeritzt. Da sie einen eher kurzlebigen und immer wieder neu beschreibbaren Inhalt hatte. Als die Papierproduktion mit der industriellen Revolution preiswerter wurde ging auch die lange Ära der Wachstafel zu Ende.







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