Stromknappheit: Woher soll Öko-Strom kommen?







von: Rainer

Der Wunsch, sich selbst mit ökologisch korrektem Strom zu versorgen, ist allgegenwärtig. Immer mehr Kunden steigern die Nachfrage nach ökologisch erzeugtem Strom. Der Wunsch der Verbraucher nach grünem Strom steigt. Deutschland zeigt: Die Nachfrage nach grüner Energie ist ungebrochen. Doch woher soll Öko-Strom kommen? Natürlich kann der Verbraucher beim Öko-Strom-Hersteller von ökologischen Strom anmelden, dass er gleich das Ladegrät für das E-Auto, den Laptop oder das Licht einschalten wird, so dass der Anbieter grünen Strom genau gesteuert in das gesamte Stromnetz einspeist. Mit das größte Problem ist nach wie vor, dass ein Stromnetz keinen Strom speichern kann. Leider muss Strom gleich konsumiert werden, da dieser nicht gespeichert werden kann. Das Energienetz kann  nach wie vor den Strom nur transportieren, nicht speichern. Kein Konsument wird grüne Energie von einem reinen Windkraftwerk oder einer Fotovoltaik-Anlage erhalten, sondern bezieht die Energie aus einem Mix aus unterschiedlichen Quellen, den die Stromanbieter zur Verfügung stellen. Macht es also überhaupt Sinn, Öko-Strom einzukaufen, wenn man weiß, dass man doch zum Teil herkömmlich erzeugten Strom verwendet?

Die [wpseo]Öko-Strom [/wpseo]Anbieter verpflichten sich
Die Anbieter von Öko-Strom verpflichten sich, auch nur Energie aus ökologisch korrekter Erzeugnis in das Energienetz zu speisen.  Diese Energie stammt aus Wasserkraft, Deponiegas, Geothermie, Windenergie oder Fotovoltaik. Der Strom-Anbieter speichert seinen grünen Strom in den Energie-Pool, aus denen alle privaten wie gewerblichen Strom-Verbraucher ihren Strom beziehen. Dadurch nutzt jeder Verbraucher genau den Anteil an ökologisch erzeugtem Strom, den die Öko-Strom-Anbieter in den Pool einspeisen. Derzeit haben die Ökostrom-Anbieter in der Bundesrepublik einen verschwindend geringen Anteil an Kunden. Lediglich drei Prozent aller Verbraucher können die drei größten Anbieter für sich verbuchen.  Rein rechnerisch verbrauchen die grünen Strom-Kunden also weniger Strom, als derzeit ökologisch korrekt in das Stromnetz eingespeist wird. Aktuell investieren die Energieunternehmen den Extra-Aufschlag, den sie von ihren Klientel verlangen, in Anlagen zur Erzeugung von regenerative Energien.  Jede weitere Anlage, die ökologischen Strom produziert, erhöht man den Anteil von grünem Strom im gesamten Strommix. Auch die lokalen Stromversorger haben den Trend zu regenerativen Energien erkannt und bieten Öko-Strom an. Hier ist es besonders leicht, die Versprechungen zu überprüfen. Meistens werden hier lokale Projekte von Windkraft oder Solar gefördert. Sicherlich eine richtige Sache, aber da diese Projekte sowieso schon über Steuerzuschüsse bezahlt werden, ist dies mit Vorsicht zu genießen. Wenn die Überschüsse auch für Investitionen verwendet werden, die nicht von öffentlicher Hand subventioniert werden, ist diese Überzahlung gut angelegt. Durch die Mehrheitsbeteiligung der großen Energieunternehmen an den kleinen lokalen Energieunternehmen ist die Beteiligung meist undurchschaubar. Dennoch darf kein grün orientierter Verbraucher sein Ziel aus den Augen verlieren. Durch den eigenen Aufwand muss demnach eine  Steigerung von Ökostrom im Strom-Netz erreicht werden, so dass alle Abnehmer einen gesteigerten Anteil an Ökostrom verwenden.

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