Warum beginnen Glücksspielsüchtige eine Behandlung?







von: lavario

Der wichtigste Anbieter von Hilfsprogrammen gegen Spielsucht in Deutschland, Lavario, hat seine Kunden  anonym befragt, warum sie das Selbsthilfeprogramm beginnen. Wie zu erwarten war, gehören finanzielle Probleme wie Schulden zu den Hauptgründen, die Spieler bewegen, Hilfe zu suchen. Etwas überraschend ist aber vielleicht die Tatsache, dass noch vor Geldproblemen Beziehungsängste ganz vorn auf Platz 1 der genannten Gründe liegen. Man muss dies auch im Licht der Tatsache sehen, dass Spieler, die eine Selbsthilfe-Behandlung beginnen, meist noch nicht ganz abgestürzt sind und oft noch eine halbwegs funktionierende Beziehung haben. Allerdings gerät die Beziehung dann immer mehr in Gefahr, je mehr man den Partner oder die Partnerin über das Aussmass der Sucht belügt, seine Aktivitäten und Geldsorgen verheimlicht, evtl. auch Geld leiht, sich charakterlich verändert, müder und unausgeglichener wird usw. Irgendwann reicht es dann  der Partnerin oder dem Partner und er/sie macht Schluss. Die Angst davor wurde am häufigsten in der Befragung genannt.

Weitere, oft genannte Motive waren die Befürchtung, den Arbeitsplatz zu verlieren sowie die Angst davor, dass die Sucht immer stärker wird, wenn man nicht auf der Stelle etwas dagegen unternimmt. Was den Arbeitsplatz angeht, muss man verstehen, dass ein(e) Spieler(in) den Job oft stark vernachlässigt, sei es, dass man in den Mittagsstunden zum nächsten Spielsalon rennt, sei es, dass man übermüdet, gereizt und aggressiv bei der Arbeit auftritt, oder – und dies nimmt immer mehr zu – dass man auch während der Arbeitszeit im Internet zockt. Sportwetten, Börse, selbst Onlinepokern während der Arbeit wurden genannt.

Das Lavario-Programm wird aus verschiedenen Gründen von den Betroffenen gewählt. Zum einen verspricht es Anonymität, d.h. man muss sich vor keinem Psychotherapeuten und in keiner Beratungsstelle offenbaren. Zum anderen kann man sofort starten, da man alle Arbeitsmaterialien innerhalb weniger Minuten auf seinen Rechner herunterlädt. Beliebt ist auch der Schritt-für-Schritt-Ansatz der Lavario-Methode, der es einem leichter macht, von der Sucht wegzukommen. Statt von heute auf morgen komplett aufzuhören und einen Jojo-Effekt heraufzubeschwören, reduziert man bei der Lavario-Methode das Zocken jede Woche um 20%. Im Programm erhält man dann Hunderte von Tipps, Übungen, Hintergründe und Erfahrungsberichten von anderen, mit denen man dann jeden Tag einen kleinen Schritt raus aus der Sucht macht.

Ein Teil des Lavario-Programms stellt dem oder der Betroffenen auch die Wahl, den Partner oder die Partnerin mit in die Übungen einzubeziehen. Dies könnte wiederum all denen entgegenkommen, die Angst vor Beziehungsverlust als Grund Nr. 1 in der Befragung angegeben haben. Mehr Informationen gibt es auf http://lavario.de.

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