Von der Tontafel zum zeitungsdruck







von: xa444

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Eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit sind die Schrift und der zeitungsdruck. Die ersten Schriftsysteme entstehen im fruchtbaren Halbmond im Mesopotamien des vierten Jahrtausends vor Christus. Nicht nur Gesetzestexte, religiöse Inhalte sondern auch Verwaltungstexte, landwirtschaftliche Listen, Tabellen und dergleichen entstanden. Wurden in dieser Zeit vorwiegend die Schriftzeichen auf weiche Tontäfelchen geritzt, schrieben die Ägypter auf Papyrus, Leder oder Leinen. Aus dem späteren phönizischen Alphabet, das der Vorfahre der griechischen Schrift ist, entwickelte sich über die römische Schrift unser Alphabet. Die Schriftträger wechselten über die Jahrhunderte in Pergament und im 15. Jahrhundert zu Papier. Im 14. Jahrhundert erscheint in Köln zum ersten Mal der Begriff „zidunge“ für eine Nachricht oder Kunde. Zum zeitungsdruck ist natürlich noch ein langer Weg, der aber durch die Erfindung der Buchdruckkunst durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert geebnet wurde.

Zunächst wurden sogenannte Einblattdrucke, ähnlich Flugblättern, verfertigt. Sie enthielten häufig Informationen über kuriose Erscheinungen und Ereignisse. Meist nahm ein Holzschnitt den größten Teil der Seite ein, eine kurze Erläuterung stand darunter. Die Bezeichnung „newe zeitungen“ bürgerte sich, für diese Einblattdrucke ein, im Sinne neuer Kunde oder Nachrichten. Bald bezog sich der Begriff „zeitung“ auf den Materialträger. Der zeitungsdruck entwickelte sich schnell. Zu den ersten Zeitungen in Deutschland gehörte die „Frankfurter Postzeitung“, die seit etwa 1615 erschien. Als erste Tageszeitung gelten die Leipziger „Einkommenden Zeitungen“ seit 1650. Einen wahren Boom erlebte der zeitungsdruck im 18. und 19. Jahrhundert. Im 21. Jahrhundert ist eine Welt ohne Zeitung, ob auf Papier oder digital, nicht vorstellbar.







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