Und die Moral von der Geschicht‘? Tattoo’s stechen lohnt sich!





von: Brandlots Fashion

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Wir schreiben das Jahr 1945: Donald Ed Hardy wird in Iowa geboren, wächst jedoch im sonnigen Kalifornien auf. Später sollte Donald Tätowierer werden. Klingt nicht sonderlich spannend. Doch „Don“ Ed Hardy ist kein üblicher Nadelstecher. Er tätowiert Bilder mit japanischer Ästhetik und wird dadurch weltbekannt. Seine Technik und sein Feingefühl verhalfen dem heutigen Tattoo-Gott ein Künstler zu werden, der schon so ziemlich jeden Promi, der Tinte unter der Haut trägt, unter der Nadel hatte.

Schon in jungen Jahren stand für den damaligen Teenager fest, dass er später einen kreativen Beruf ausüben wird. Deshalb beschloss er sich, neben seiner Ausbildung, 1967 ein „B.F.A. Degree“ (Bachelor Of Fine Arts) im Bereich der Kunstdruckerei am Francisco-Kunst-Institut zu verwirklichen.

Man kann nur spekulieren, ob die asiatische Kultur, die viel mit Tattoos zu tun hat und diese schon immer als hohe Kunst ansah, einen Einluss auf den Amerikaner hatte, da er sich oft an der Gratwanderungen zwischen Tattoos und „echter Kunst“ versuchte.

1973 flog Ed Hardy konsequenterweise für ein Jahr nach Japan um dort zu studieren und traf auf der anderen Seite der Erdkugel auf seinen Mentor, Jerry Collins von Honolulu. Nur ein Jahr später kümmerte sich der Tätowierer um sein Studio in San Francisco und unternahm in den 80er Jahren immer wieder Ausflüge in das Land der untergehenden Sonne.

Voller Tatendrang griff ihm seine Frau später unter die Arme und sie veröffentlichen fast 25 Bücher, die sich mit – was auch sonst – alternativer Kunst befassen. Mitte der 80er verschlug es beide nach Hawaii, wo sie ihren kreativen Adern freien Lauf ließen und viele Kunststücke entwarfen. Parallel dazu lief natürlich das Tattoo-Studio immer weiter, um auch jungen Leuten die Chance zu geben, vom Meister zu lernen und für ihn zu arbeiten. Donald Ed Hardy gilt als weltbester Tätowierer. Sein Erfolg ist ihm jedoch nie über den Kopf gestiegen. Ein bescheidener Mann!

Bescheidenheit, die seine Mitmenschen oft zu spüren bekommen. Neben eigenen Ausstellungen in seiner Wahlheimat „SF“ stellt Donald auch Räume für Nachwuchskünstler zur Verfügung, die dort ihre Arbeiten zur Schau stellen können. Immer mehr widmet sich der Wahlkalifornier des Zeichnens, der Malerei und des Kunstdrucks. Auch in diesen Bereichen hat er bereits enorme Anerkennung ernten können.

2000 sollte die Ernte dann Früchte tragen: Oaklands Bürgermeister nahm Don Ed Hardy in das städtische Kultur- und Kunst Komitee auf, in dem er bis heute unentgeltlich tätig ist. Des Weiteren bekam er einen Ehren-Doktortitel vom San Francisco Arts Institute.

Die weitere Geschichte ist so gut wie jedem Fashion-Victim bekannt. 2002 trat die Ku USA Inc. an den Künstler und sicherte sich 2 Jahre lang die Rechte, Donald’s Motive auf Kleidung zu drucken und diese auf den Markt zu bringen. 2004 ist es dann soweit. Christian Audigier, ein französischer Designer, der schon mit großem Erfolg für Marken wie Von Dutch arbeitete, übernahm die Rechte im Einvernehmen mit Don Ed Hardy und machte das Label „Ed Hardy“ zu einem weltweiten Edeldesign-Label.

Überwiegend die Top-Prominenz aus Hollywood und die angesagtesten Leute der Musikindustrie wurden mit der Kleidung von Ed Hardy ausgestattet und trugen den Namen ins Bewusstsein jedes Menschen, der auch nur einen Funken Interesse an Mode und Trends hat. Es folgten Boutiquen in den gehobensten und nobelsten Gegenden – mittlerweile über den ganzen Planeten Erde verteilt. Und es gibt nichts was es nicht gibt.  Doch es gibt einen, der den ganzen Trubel um seine Person und seine Motive gar nicht verstehen kann: „Don“ Ed Hardy selbst. Ihm geht es bis heute nur um die Kunst als solche. Abgehoben geht definitiv anders!

by Sabine Stankowitz  (s.stankowitz@bauernhofurlaub.de)







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