Überlebenspaste







von: fidelio

Eine der wohl auf weitesten in die Welt hinausgetragenen Errungenschaften der Ureinwohner Nordamerikas ist das so genannte Pemmikan. Was ist das und was hat es damit auf sich? Warum ist es kaum jemanden bekannt und wird dennoch inzwischen industriell gefertigt und findet immer wieder Verwendung? Pemmikan war eine Mischung aus gedörrtem Bisonfleisch und Talg und Fett. Diese Paste war enorm lange haltbar und hatte einen sehr hohen Nährwert. Das machte es zu dem perfekten Reiseproviant.

Dörrfleisch wiegt nur noch etwa ein Drittel dessen, was Frischfleisch auf die Waage bringt. Pemmikan diente auch als Grundlage für etwas reichere Gerichte, sofern Wasser, Kochtopf und weitere Zutaten zur Verfügung standen. Auch später und anderswo hielt Pemmikan Abenteurer, Forscher und Expeditionsteilnehmer am Leben. Man verwendete es etwa bei Arktisexpeditionen oder wie heute auch noch bei langen und anstrengenden Outdoor-Touren. Selbst das Militär verteilte dieses Fleisch als Notration an seine Soldaten. Doch nicht nur diese Survivalpaste, auch andere Gerichte oder Produkte basieren auf der genialen Erfindung der Indianer. Beispielsweise das als Snack erhältliche Beef Jerky, Streifen getrockneten Fleisches, das sehr würzig und rauchig schmeckt. Oder eine gute, leckere an der Luft getrocknete Beef Jerky Wurst. All das wäre ohne das erste sonnengedörrte Bisonfleisch der Indianer Nordamerikas kaum denkbar gewesen.

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