Studium und Arbeit unter einen Hut bringen







von: julchen_p

Das ist gar nicht einfach. Die sechs Seminare pro Woche sehen im Kalender zwar wenig aus, jedes einzelne will aber vor- und nachbereitet sein. Hinzu kommen Klausuren, Hausarbeiten und Referate. Ein Studium an sich ist bereits ein Vollzeitjob. Wer nebenbei noch arbeitet, muss gut organisiert sein.

Erlaubt sind vom Gesetzgeber 20 Stunden pro Woche neben dem Studium zu arbeiten. Mehr geht auch gar nicht, jedenfalls dann, wenn man sein Studium ernst nimmt oder ernst nehmen muss. Der Leiter der Psychologischen Beratungsstelle der Universität Zürich, nennt als Belastungsgrenze einen Tag Arbeit pro Woche bei einem Vollzeitstudium. Mehr führe zu Überlastung.

Das Expertennetzwerk experto.de teilt mit, dass durch den Bologna-Prozess es immer schwieriger wird beides miteinander zu verbinden. Starre Stundenpläne lassen nur wenig Freiraum für zusätzliche Arbeit. Deswegen ist eine ehrliche Planung und Vorbereitung für alle wichtig, die beides unter einen Hut bringen wollen. Am Anfang steht eine ehrliche Realitätsprüfung. Mitunter ist ein Teilzeitstudium die bessere Wahl, um nicht mittendrin stecken zu bleiben.

Informieren Sie sich früh über Ihre Universität, ihren Studiengang und seine Anforderungen. Planen Sie die Finanzierung des Studiums und bewerben Sie sich frühzeitig um Stipendien. Praktika sind oft schlecht bezahlt, helfen aber beim Berufseinstieg. Studentenjobs sind für kurzfristige Einkünfte die bessere Wahl. Jede größere Universität hat ein schwarzes Brett mit Angeboten für kleinere Stellen, die einen annehmbaren Nebenverdienst ermöglichen.

Die Studierendenvertreter einer jeden Universität können weiterhelfen. Eine gute Adresse sind ebenfalls die evangelischen und katholischen Hochschulgemeinden. Zwar haben die Jobs manchmal nicht direkt im Angebot, über Kontakte lassen sich hier aber einfache Nebenverdienste in geselliger Runde arrangieren. Generell gilt: Kontakte sind das A und O. Achten Sie dabei auf Ihre Vorlieben. Wer es gerne sozial mag, der ist bei der Diakonie oder in Kindergärten gut beraten. Wer gerne mit dem Computer umgeht, sollte bald Kontakt zu Software-Firmen aufbauen. Geisteswissenschaftler, die gerne schreiben, finden über das Internet freiberufliche Möglichkeiten.

Bedenken Sie bei der Planung die Regelstudienzeit und die damit verbundenen erhöhten Studiengebühren, wenn Sie zu lange brauchen. Zu hohe Anforderungen können sich am Ende als Bumerang entpuppen und am Ende des Studiums die Belastung in der wichtigen Prüfungsphase erheblich erhöhen. Sollten Sie bereits eine Ausbildung haben, können Sie auch berufsbegleitende Weiterbildungen in Erwägung ziehen. Das ist einfacher und führt zu ähnlichen Ergebnissen.

 

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