Private Vorsorge







von: hemueveg

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Der Mix macht’s

Private Vorsorge sollte die gesetzliche Rente ergänzen

(djd). Klaus und Jutta F. genießen das Rentnerleben: Sie besitzen ein Haus, fahren zweimal im Jahr in den Urlaub und besuchen gern ihre Enkelkinder. Ob diese später selbst einmal von der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) leben können, ist aber ungewiss. Allen Prognosen zufolge wird die staatliche Rente aufgrund des demografischen Wandels künftig niedriger ausfallen. Schon jetzt sind die monatlichen Pflichtbeiträge jedes Angestellten keine rentable Investition: Für 1940 geborene Männer liegt die reale jährliche Rendite, unter Berücksichtigung der Inflation, bei nur 1,4 Prozent – Tendenz sinkend.

Mehrgleisig absichern

Noch bestreiten die deutschen Rentner ihren Lebensstandard zu 85 Prozent aus der GRV, doch die betriebliche und private Altersvorsorge werden als Ergänzung immer wichtiger: „Wer jetzt im Berufsleben steht und seinen Lebensstandard im Alter halten will, sollte unbedingt auf eine ausgewogene Mischung aus umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Vorsorge setzen“, erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment.

Als Basisergänzung zur GRV sollte jeder Berufstätige einen Vorsorgevertrag nach Riester oder Rürup abschließen, die vom Staat mit Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen gefördert werden. Daneben hat jeder Angestellte Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung, an der sich häufig sogar der Arbeitgeber beteiligt.

Für jeden das passende Angebot

Wer dann noch über zusätzlichen Spielraum verfügt, findet attraktive Renditechancen vor allem am Kapitalmarkt. Je nach Risikobereitschaft gibt es für jeden das passende Angebot. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich vor allem weltweit investierende Aktienfonds, deren durchschnittliche Rendite in den letzten 35 Jahren – einschließlich aller Krisen – sechs Prozent jährlich betrug. Das liegt deutlich über der Verzinsung der GRV. „Generell sollte jeder in Sachen Altersvorsorge seine Möglichkeiten und Erwartungen vorab ausführlich mit einem Berater besprechen und regelmäßig überprüfen, ob die Vorsorge noch passt“, empfiehlt Erling.

Zwanzig Jahre muss die Rente reichen

Die Diskussion um die Rente mit 67 zeigt, wohin die Reise geht: Die Deutschen bekommen immer weniger Kinder und werden immer älter. Ab 2030 wird es doppelt so viele 60-Jährige geben wie heute. Kinder, die heute geboren werden, haben eine Lebenserwartung von 90 Jahren und beziehen deutlich länger Rente als vorherige Generationen. Folglich werden immer weniger Berufstätige die Versorgung der Rentner sichern müssen – bei tendenziell steigenden Beiträgen zur GRV. Vor allem Akademiker sollten wegen ihres späten Eintritts in das Berufsleben privat vorsorgen.







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