Pflegealltag ohne Stress







von: julchen_p

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Immer mehr Menschen, die andere Menschen pflegen, klagen über Stress in der Pflege und benötigen oft sogar psychologische Hilfe. Grund dafür ist die hohe Belastung, die mit dieser Tätigkeit einhergeht. Egal, ob man beruflich in diesem Bereich arbeitet oder ob man einen Angehörigen pflegt, viele Pflegende fühlen sich überfordert, oft sogar ausgebrannt.

Grundsätzlich ist das Stressgefühl bei allen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Manch einer lässt sich schnell aus der Ruhe bringen, andere Männer oder Frauen sind hingegen deutlich stressresistenter. In jedem Fall bedeutet Stress in der Pflege oder in anderen Situationen jedoch Anspannung und Belastung für den Körper. Wer das Gefühl hat, seine tägliche Arbeit nicht mehr zu schaffen, ist nicht nur überfordert, sondern verliert auch leicht die Nerven – und wird so zur Belastung für sich selbst und für andere.

Eine besonders häufige Ursache von Stress in der Pflege ist die große Belastung. Als Pflegender ist man kranken und oft hilflosen Menschen ausgesetzt, gleichzeitig muss man das eigene Leben meistern. Gerade bei der Pflege der eigenen Angehörigen ist das oft ein komplizierter Spagat, aber auch beruflich in der Pflege beschäftigte Menschen können nach Feierabend nicht einfach abschalten. So kommt es schließlich dazu, dass der Körper Signale aussendet, um deutlich zu machen, dass er gestresst ist. Gefährlich wird es dann, wenn man diese Signale nicht erkennt oder einfach ignoriert.

Wer sich eingesteht, eine Pause zu benötigen, gibt damit jedoch keinesfalls Schwäche zu. Vielmehr sorgt man auf diese Weise dafür, schlimmere Konsequenzen wie etwa Depressionen oder ein Burnout-Syndrom zu verhindern.

Um den Stress in der Pflege zu bewältigen, sollte man sich entsprechende Strategien zurechtlegen. Wer den Stress herauslässt, schafft sich damit ein Ventil. Genau wie bei einem Teekessel sorgt das „Dampf ablassen“ dafür, dass kein Überdruck entsteht, der den Kessel irgendwann zum Bersten bringen könnte. Ob man lieber mit Türen knallt oder ganz tief Luft holt, hängt in erster Linie vom Typ ab; ein Patentrezept gibt es dafür nicht.

Wichtig ist jedoch, dass man nach einem Ausbruch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommt und sich normal verhalten kann. Schließlich übertragen gestresste Pflegende ihre negativen Gefühle oft ganz unbewusst auf ihre Patienten, so dass diesen die Genesung noch wesentlich schwerer fällt. Gerade bei kranken und alten Menschen geht es nämlich in erster Linie darum, deren Willen zu wecken, den eigenen Fähigkeiten wieder zu vertrauen.

Allgemein ist Stress in der Pflege kaum vermeidbar. Der Zeitdruck spielt dabei eine große Rolle; Menschen, die gepflegt werden müssen, können viele Dinge im Alltag nur viel langsamer erledigen als Gesunde. Daher sollten Pflegende lernen, mit dieser Situation umzugehen und keinen unnötigen Stress entstehen zu lassen. Situationen, die eventuell viel Zeit benötigen, müssen von vornherein eingeplant werden. Im Zweifelsfall sollte man dafür sogar noch mehr Zeit veranschlagen, als man dafür wirklich braucht – auf diese Weise schafft man sich sogar noch ein Polster. In der freien Zeit kann man dann andere Aufgaben erledigen. Um sich nicht zu viele Dinge gleichzeitig aufzuhalsen, ist es zudem erforderlich, wichtige von unwichtigen Aufgaben trennen zu können. Auf dem Weg nach Hause die Grundnahrungsmittel einkaufen lässt sich etwa kaum vermeiden, ein Shoppingtrip auf der Suche nach neuen Klamotten hingegen lohnt sich erst dann, wenn man wirklich Zeit dafür hat.

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