Noch zwei Kaffees mit Rum







von: spilz

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Unter den zahlreichen Variationen, wie Kaffee zubereitet werden kann, soll der Rüdesheimer Kaffe nicht unerwähnt bleiben. Die im oberen Mittelrheintal gelegene Stadt ist nicht nur aufgrund von Wein ein Touristenmagnet ersten Ranges. Im Jahre 2002 wurde das Tal von der Unesco zum Weltkulturerbe erkannt, nicht zuletzt aufgrund der auf diesem Teil des Rheins teilweise noch erhalten gebliebenen Burganlagen.

In Rüdesheim wurde von Hugo Asbach im Jahre 1892 eine Gesellschaft für deutschen Cognac gegründet. Nach langer Jahre Arbeit als Destillateur in Frankreich, konnte er seien Weinbrand nicht nur weltweit bekannt machen, sondern entwickelte im Jahre 1924 auch die ersten Pralinen mit Alkohol. Natürlich war „sein“ Weinbrand darin enthalten. Während des Zweiten Weltkriegs stand die Produktion still, wurde aber im Jahre 1950 wieder aufgenommen und der heute zu einem geflügelten Wort gewordene Werbespruch kreiert. Sieben Jahre später ersann Hugo Asbach, der in Deutschland auch als einer der ersten Köche im Fernsehen auftrat, den Rüdesheimer Kaffee. Er wird mit heißem, starken Kaffee und meist drei Stück Würfelzucker zubereitet. Im Original werden 4 cl Weinbrand dazu gegeben. Beliebt ist aber auch die Verwendung von Armagnac, Cognac und hochprozentigem Rum. Der Alkohol soll angezündet werden, und erst wenn die Flamme erlosen ist, die Habe aus Schlagsahne darauf gesetzt werden. Unter Kaffeeliebhabern kursieren aber noch andere mit Rum angereicherte Kaffeespezialitäten wie der kubanische Kaffee mit Rum, wobei zu den bereits bekannten Zutaten noch Kardamom und Limettensaft verwendet wird. Der kubanische Kaffee wird nicht aus einer Kaffeetasse sonder aus einem Longdrinkglas getrunken.

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