Lebensmittelmotten haben in der Küche nichts verloren







von: lebensmittelmotten.org

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Lebensmittelmotten sind Motten, die Nahrung befallen. Zu den Lebensmittelmotten gehören unter anderem Mehlmotten, Mehlzünsler, aber auch weitere Mottenarten. Ein anderer Begriff für Lebensmittelmotten ist Speisemotten, manchmal wird auch von Küchenmotten gesprochen.

Lebensmittelmotten sind sogenannte Kulturfolger. Kulturfolger sind Tiere, welche der Menschheit in die Wohnung und weitere Gebäude folgten.

Speisemotten bauen für die Eiablage Nester direkt in Viktualien. Aus diesem Grunde findet man dann auch Motten in der Küche, Motten im Küchenschrank usw. Lebensmittelmotten präferieren für die Eiablage kohlehydratreiche Lebensmittel wie Mehl und Kartoffeln, Müsli und Kuchen. Dies sind bei Lebensmittelmotten beliebte Orte für Mottennester. Auch vor Tabakwaren schrecken sie nicht zurück. Nachweisen lassen sich Lebensmittelmotten mit sogenannten Pheromonfallen.

Aus den Eiern der Speisemotte schlüpft eine Raupe, welche von den Lebensmitteln zehrt, um sich zu entwickeln und später zu verpuppen, wozu der Nachwuchs der Küchenmotten Gespinste baut. Von den Würmern der Küchenmotten gehen dabei insofern gesundheitliche Gefahren aus, als manche Menschen auf Kot und Gespinste allergisch reagieren, wenn sie von Lebensmittelmotten verunreinigte Viktualien essen. Diese gesundheitlichen Gefahren, die von Küchenmotten ausgehen, treffen sehr häufig Menschen mit geschwächter Konstitution. Von Übelkeit bis zu ausgeprägten Allergien und dramatischeren Folgen reichen die Reaktionen, mit denen Personen auf Lebensmittelmotten reagieren.

Die Entwicklung der Raupen wird durch die Bildung eines weiteren Falters beendet, und der Lebenszyklus wiederholt sich mit erneuter Eiablage. Um diesen zyklsichen Prozess zu durchbrechen, gibt es unterschiedliche Methoden der Lebensmittelmottenbekämpfung. Nahezu immer erreicht man bereits mit einfachen Hausmitteln deutliche Erfolge gegen Lebensmittelmotten, in einigen Fällen ist aber der Lebensmittelmottenbefall so vorangeschritten, dass nurmehr Geduld, der Einsatz von chemischen Mitteln oder eine biologische Schädlingsbekämpfung helfen wird. Vom Einsatz von Insektiziden gegen Küchenmotten ist abzuraten, da Insektizide nicht nur gegen Küchenmotten wirken, sondern auch bei Menschen gesundheitliche Folgen haben können und überdies auch die Umwelt nachhaltig schädigen. Für die biologische Schädlingsbekämpfung verwendet man sehr oft Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten. Die biologische Schädlingsbekämpfung mittels Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten ist nach allem, was man heute weiß, gesundheitlich wie auch ökologisch völlig unbedenklich. Schlupfwespen befallen die Raupen der Küchenmotten, indem sie in sie die eigenen Eier injizieren. Sowie eine Schlupfwespe schlüpft, beginnt die Wespe damit, die Lebensmittelmotte zu fressen. Am Ende entwickelt sich aus der Raupe der Schlupfwespe eine neue Schlupfwespe, die den Mechanismus erneut in Gang setzt, indem sie nun selbst Eier in weiter Motten injiziert. Diese Form der Mottenbekämpfung dezimiert sehr nachhaltig die Population der Speisemotten. Wenn es den Schlupfwespen gelingt, die Lebensmittelmotten vollständig zu vernichten, suchen sie sich neue Mottennester, wobei sie die Wohnung verlassen.

Vor allem in der Landwirtschaft, aber mittlerweile auch in der Industrie, bspw. der Nahrungsmittelindustrie, setzt man seit Anfang der achtziger Jahre mit Erfolg auf Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten im weiteren Sinne. Dort hat man mittlerweile erkannt, dass der Einsatz von Insektiziden gegen Speisemotten ein Irrweg war. Motten wie Lauchmotten und Apfelwickler verursachen hier jährlich Schäden in Millionenhöhe. Der Erfolg von Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten, welcher hier erreicht werden konnte, belegt ganz klar, dass die chemische Schädlingsbekämpfung keineswegs alternativlos ist. Kapitalistische Produktionsverhältnisse resultieren leider immer wieder in zunächst produktiv erscheinenden technischen Entwicklungen und Produktionsmethoden, die aber langfristig realiter oft wenig produktiv sind und mindestens genauso oft die Menschen und die Umwelt nachhaltig schädigen. Wenn hier ein Umdenken stattfindet, und sei es noch so geringfügig wie, dass man zur Lebensmittelmottenbekämpfung auf natürliche Mittel wie Schlupfwespen setzt, ist ein Prozess in Gang gesetzt, der paradigmatisch auf weitere Ebenen des gesellschaftlichen Lebens zurückwirken kann.

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