Kinder vor Gefahren des Internets schützen







von: elga

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Wie erkenne ich, ob mein Kind internetsüchtig ist? Stundenlanges Klicken und Tippen am Computer muss noch nicht bedeuten, dass jemand süchtig danach ist. Computer und Internet sind an sich hilfreich und sinnvoll. Zum Problem wird das Verhalten, wenn das Kind Pflichten, Mahlzeiten oder sogar Freunde vernachlässigt.

Der Übergang ist fließend. Kann es nicht mehr aufhören, wird das Kind ohne Computer unruhig oder aggressiv und leiden Beziehungen darunter, wird es problematisch. Dann ist es wichtig sich mit dem Jugendlichen hinzusetzen und die Befürchtungen konkret zu benennen: „Ich mache mir Sorgen um Dich.“

Nehmen Sie das Kind ernst, damit es die Regeln akzeptiert. Denn Regeln sollte Sie vereinbaren, um Ihr Kind zu schützen. Dazu gehören klare Zeiten der Computernutzung. Bringen Sie ihrem Kind bei, das Internet kontrolliert zu nutzen. Dringen Sie nicht durch, nehmen Sie am besten professionelle Hilfe in Anspruch. Erziehungs- und Suchtberatungsstellen wissen kompetente Ansprechpartner und psychologische Therapiemöglichkeiten zu vermitteln.

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit sind von Internetsucht insbesondere Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren betroffen. Als problematische Internetnutzer gelten 13,6 Prozent. 2,4 Prozent der Nutzer gelten als abhängig. Wie viel Konsum problematisch ist oder nicht lässt sich nicht pauschal bestimmen, da jeder andere Inhalte aufruft und diese wiederum unterschiedlich verarbeitet.

Grundsätzlich gilt: Abhängige Nutzer kommen auf etwa acht Stunden pro Tag, nicht-abhängige auf unter drei Stunden. Die Gründe für Internetsucht sind noch nicht eindeutig geklärt. Die Universität Hannover hat in einer Studie herausgefunden, dass viele unter Depressionen leiden, Persönlichkeitsstörungen oder Angsterkrankungen. Bisher ist noch nicht eindeutig geklärt, ob übermäßiger Internetkonsum als Sucht bezeichnet werden kann oder ob sich dahinter seelische Erkrankungen verbergen.

 

 

 

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