Holzparkett schwimmend verlegen







von: john83

Ein Pluspunkt für die schwimmende Anbringung des Parkettbodens ist unter anderem, dass das Parkett „atmen“ kann. So werden Spannungen im Holz vermieden, die im fest verklebten Parkettboden wegen unterschiedlicher Dehnung von Holz und Grund bei Änderungen von Wärmegrad oder Feuchtigkeit entstehen, und bei Schwachstellen in der Verklebung Verwerfungen schaffen können. Aber wie verlegen Sie ein Holzfußboden schwimmend?

Welche Werkzeuge werden beim Parkett verlegen gebraucht?

Für das Parkett verlegen brauchen Sie:
– eine Säge
– ein Hammer und ein Schlagklotz
– das Teppichmesser (sog. Cutter)
– ein Bandmaß
– einen Stift
– unter Umständen ein Montiereisen sowie ein Bohrschrauber

Vorteilhaft sind außerdem mehrere lange, schmale Keile, die das Einwinkeln der Paneele erleichtern.

Exakte gerade Schnitte sind mit einer Kreissäge sehr einfach zu ziehen, eine geeignete Stichsäge ist allerdings völlig hinreichend und Sie können jene auch für kompliziertere Schnitte an Ecken, Türzargen, Heizungsrohren und so weiter benutzen. Entscheidend bei der Stichsäge ist, dass die Fussplatte entweder stabil steht oder sich zuverlässig im rechten Winkel zum Sägeblatt feststellen lässt.

Das Parkett verlegen

Nachdem Sie den Fußboden vorbereitet, das bedeutet, alte Bodenbeläge entfernt, den Boden gereinigt und Schadstellen sowie Unebenheiten korrigiert haben, legen Sie zuerst eine Dampfsperrfolie aus Polyethylen aus. Jene ziehen Sie an den Wänden etwa zehn Zentimeter hoch. Die einzelnen Bahnen sollten etwa 30 Zentimeter überlappen.

Auf die Dampfsperre folgt eine Trittschalldämmung, zum Beispiel zwei Millimeter Kork. Diese wird nicht an der Wand hochgezogen. Die Trittschalldämmung kann auch kleinere Unebenheiten ausgleichen, darauf sollten Sie sich aber besser nicht vertrauen. Eine gute Aufbereitung des Bodens vor dem Parkett verlegen ist weniger aufwändig als ein nachträgliches Beseitigen von Schönheitsfehlern.

Auf der Trittschalldämmung können Sie nun mit dem eigentlichen Parkett verlegen beginnen. Dazu fangen Sie üblicherweise in der rechten, hinteren Ecke mit dem ersten Paneel an, platzieren es mit der Feder zur Wand an und gehen nach links weiter. Hierbei winkeln Sie die Dielen an den Stirnseiten ein.

Das letzte Diele jeder Reihe muss üblicherweise gekürzt werden. Hierzu legen Sie es mit der Feder zur Zimmerwand und der Unterseite nach oben unter die schon ausgelegte Reihe. Jetzt können Sie die Schnittlinie einfach an der Stirnkante des letzten Diele entlang anzeichnen. Sofern das Reststück noch min. zwanzig bis dreißig Zentimeter lang ist, benutzen Sie es für den Anfang der folgenden Reihe. Hierbei entsteht selbsttätig der notwendige Versatz der Paneele, zwischen den jeweiligen Reihen.

Die folgende Reihe legen Sie zuerst einzeln aus und winkeln sie später ein. Dabei helfen die langen Keile, auf denen Sie die lose Reihe zuerst ablegen, so dass sie genau im richtigen Winkel liegt, um in die schon verlegten Dielen einzurasten.

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