Elementar – die Statikplanung







von: Succubius

Wenn wir an längst vergangene Hochkulturen denken, wie jene der Ägypter, Mesopotamiern, Griechen oder Römer, generell an vergangene Epochen, dann kommen uns zunächst häufig überwältigende Bauwerke und Monumente in den Sinn, welche die Jahrhunderte und Jahrtausende überstanden haben. Die Pyramiden, das Amphitheater in Rom, die griechischen Tempelanlagen im gesamten Mittelmeerraum – all diese Bauwerke stehen trotz ihres Alters, trotz Katastrophen und äußeren Einflüssen auch heute noch. Der Grund: Eine außerordentliche bautechnische Leistung, die auf der elementaren, noch heute gültigen, Statikplanung fußt.

Bereits vor Christi Geburt wurden epochale Bauwerke errichtet, am imposantesten wirken wohl heute noch die Pyramiden von Gizeh in Ägypten auf uns. Diese monumentalen Grabstätten der alten Pharaonen waren eine gigantische Bauleistung und benötigten schier unbegreifliche Mengen an Baumaterial, aber auch an Arbeitskräften. Dass Bauwerke wie diese noch heute besichtigt werden können, nahezu unversehrt, liegt größtenteils in der Leistung der damaligen Architekten – deren Berechnungen, Forschungen und deren umfassende Kenntnisse bezüglich der Statik wirken auch noch in der heutigen Architektur und Statikplanung nach.

Die damaligen Leistungen sind auch daher so imposant, da ohne technische Hilfsmittel, wie die heutigen Computer und Computerprogramme, alle entsprechenden Berechnungen angestellt werden mussten. Natürlich war auch die Bautechnik selbst längst nicht auf einem Niveau, welches das heutige auszeichnet und kennzeichnet. Dennoch haben viele dieser Monumente die Jahre, die Witterung, den natürlichen Zerfall und auch Umweltkatastrophen wie Erdbeben nahezu unbeschadet überstanden.

Elementar ist dabei vor allem die Arbeit der Architekten, oder heute jene der Statiker. Mittlerweile ist die Statik oder die Statikplanung ein eigenes Fachgebiet, ein eigenes Berufsfeld, welches sich um alle erforderlichen Berechnungen und Arbeiten diesbezüglich kümmert. Hier müssen unzählige Faktoren und Vorgaben berücksichtigt werden, welche die Architektur an sich, die Baustoffe, das unmittelbare Umfeld (Untergrund usw.), natürliche, äußere Einflüsse, aber auch mögliche Katastrophen (Überschwemmung, Grundwasser, Erdbeben, Sturm, Feuer) betreffen. Noch heute ist kein Bau ohne eine entsprechende Planung, eine entsprechende Statik, möglich.

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