Ein Haus und eine Bank







von: fidelio

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Es gibt Familien, die haben Häuser genug. Einmal erwirtschaftetes vermögen, vielleicht schon Generationen alt, wurde immer gut angelegt, Immobilien wurden erworben und im Wert gesteigert, und irgendwann sind ein paar Häuser da, deren Erhalt und Pflege man von der Steuer absetzt und von denen man jedem Kind der Familie, sobald es heiratet oder wenn es denn will, eines vermachen kann, auf dass es sein Geld für ein neues spare und den Reichtum noch vermehre. Das ist ein wunderbares Modell, von dem allerdings gestern wie heute nur eine geringe Anzahl Menschen profitieren.

Die anderen müssen, wenn sie bauen wollen, mit ihrer Bank Baufinanzierung planen. Hierbei kann jeder hoffen, einen ehrlichen Bankberater zu haben, zu dem ein Vertrauensverhältnis angebracht ist. Banken, so viel und effektiv sie auch helfen, haben durchaus ihre eigenen Interessen, und an fast nichts verdienen sie langfristig so sicher so viel wie an all den Menschen, die sich bei der Hausfinanzierung übernommen haben. Wer hat nicht schon von Fällen gelesen oder gehört, in denen ein fast fertiges Haus nicht mehr abbezahlt werden konnte und darum wieder an die Bank zurückfiel? Wer solches Unglück, das nicht nur ihn, sondern noch seine Kinder und Kindeskinder in den Schulden versinken lassen kann, vermeiden möchte, sollte sich vor allzu lockenden Angeboten in Acht nehmen. Nie das erste annehmen, immer vergleichen, genau rechnen und nie zu optimistisch sein, was die Zinsentwicklung, die Steigerung des eigenen Einkommens oder gar den Immobilienmarkt angeht. Oft ist es auch verkehrt, immer nur auf den niedrigsten Zinssatz zu achten.

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