Der Stör hat’s schwör







von: fidelio

Der Belugastör hat’s echt schwör – ‚tschuldigung: schwer, denn er ist vom Aus-Stör-ben – also vom Aussterben bedroht. Durch Überfischung und unbedachter Bauten wurden die Gewässer, in denen der Beluga viele Jahrhunderte lebte und laichte, in einem so großen Maße zerstört, dass er heute auszusterben droht. Damit dies nicht so weit kommt, hat die EU alle Kaviarimporte aus Russland, Kasachstan und Aserbaidschan verboten. Man kann nur hoffen, dass sich die Belugas erholen und wieder in einer so hohen Anzahl in den Gewässern des Kaspischen, Asowschen und Schwarzen Meeres und seinen Zuflüssen vorhanden sein werden, dass er nicht mehr auszusterben droht.

Doch warum ist der Belugastör so begehrt? Scheinbar wollen alle nur das eine von ihm: seinen Rogen, der auch bekannt ist als Kaviar. Der Kaviar vom Beluga gilt als so edel und fein, dass er als der teuerste Kaviar der Welt gilt. Auch Sevruga- und Ossietra-Kaviar spielen in der Königsklasse eine Hauptrolle und unterscheiden sich vom Beluga-Kaviar sowohl in der Größe als auch in der Farbe, im Geschmack, seiner Herkunft und nicht zuletzt im Preis, weshalb es ihn auch nicht im Billigmarkt, sondern meist nur bei Delikatessenhändlern oder im Internet gibt. Durch die geringeren Importe könnte man den Eindruck bekommen, die Menschen würden weniger Kaviar konsumieren. Dieser Eindruck trügt, denn anhand dieser Kennzahl kann man nicht erkennen, ob die Menschen mehr Kaviar kaufen oder weniger. Schließlich ist auch die Produktion im Inland durch Störzüchtungen rasant angestiegen. Zucht-Kaviar stammt meist vom Sibirischen Stör, der im Gegensatz zum Beluga nicht vom Aussterben bedroht ist, und deshalb auch ohne ökologische Gewissensbisse genossen werden kann.

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