Der Maulwurf – ein nützlicher Insektenfresser







von: Marc

Wenn sie der Mensch zu Gesicht bekommt, wirken Maulwürfe klein, unbeholfen und plump. Doch dieser Eindruck täuscht. Unter der Erde, in ihrem eigentlichen Lebensraum, agieren die grauen Säugetiere koordiniert, einfallsreich und bewegen im Vergleich zu Ihrer Größe erstaunliche Massen. Ihr wichtigstes Werkzeug sind die schaufelartigen Pfoten, mit denen sie unermüdlich grobe Arbeit verrichten. Schmerz oder Ermüdung scheinen die Tierchen nicht zu kennen.

Ihr Eifer ist vor allem der Nahrungssuche geschuldet: Denn im Erdreich halten sich überwiegend alle Insekten auf, die die Maulwürfe gerne fressen. Vor allem Würmer, Käferlarven und Schnecken. Überirdisch sind Maulwürfe keine guten Jäger, da ihre Sehleistung zu gering ist. Sie könnten ihre Beute zwar riechen und hören, aber sie sind normalerweise nicht in der Lage, sie zu fangen. Unter der Erde läuft ihnen ihr Futter nicht weg. Denn in den Gangsystemen kennen sich Maulwürfe bestens aus. Sie spüren auch sofort, wenn ihnen Gefahr droht und dulden nur selten einen Artgenossen in ihrer Nähe.

Für den Menschen sind die Gangsysteme oft ein Ärgernis, wenn sie auf kultivierten Flächen und Grundstücken oder in Gärten auftreten. Denn wo Gänge sind, da sind zwangsläufig auch Erdhaufen! Um dem Treiben der Buddelflinks ein Ende zu setzen, ist in einigen europäischen Ländern praktisch alles erlaubt: Gifte, Fallen, Gewehrschüsse. In Deutschland ist dies anders und gesetzlich geregelt. Die Maulwurfbekämpfung muss demnach mit den Naturschutzbestimmungen vereinbar sein.

Deshalb ist bei Grundstücksbesitzern und Gärtnern ein gewisser Erfindungsreichtum gefragt. Im Laufe der Zeit haben sich vor allem Geräuschquellen zur Vertreibung der Buddler durchgesetzt. Professionell sind so genannte „Maulwurfschreck-“ oder „Maulwurfabwehr“-Geräte, die elektrisch betrieben werden. Sie müssen in der Nähe des Gangsystemes aufgestellt werden, damit sie ihre Wirkung entfalten. Alternativ gibt es auch Möglichkeiten, Maulwürfe mit üblen Geruchsquellen zu stören und zum Umzug zu bewegen. Bei allem gilt die Devise: Vertreiben statt bekämpfen! Der [wpseo]Maulwurf[/wpseo] ist viel zu nützlich, um ihn wie einen Schädling zu behandeln.

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