Der demografische Wandel in Deutschland







von: aline

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Das Alter der Bevölkerung eines Landes wird häufig in Form einer Alterspyramide dargestellt. Hierbei werden die Menschen nach Alter und Geschlecht sortiert und die Anzahl der jeweiligen Altersklassen festgestellt. Die klassische Alterspyramide hat in diesem Fall eine Dreiecksform. Im unteren Bereich werden die Kinder und Jugendlichen eines Landes erfasst, die in dieser Form den größten Anteil der Bevölkerung darstellen. Je älter die Menschen werden, desto geringer wird ihre Anzahl.

In vielen Industriestaaten, so auch in Deutschland, ist die Form der Alterspyramide aber eher Urnenförmig. Dies ergibt sich aus einer geringer werdenden Geburtenzahl sowie einer Zunahme der Lebensalterszeit. Hierdurch nimmt also die Anzahl junger Menschen einer Gesellschaft ab, die Zahl der Älteren steigt jedoch. Aus diesem Grund wird hier auch von einer Überalterung der Bevölkerung gesprochen.

Der wissenschaftliche Bereich der Demografie beschäftigt sich mit eben diesen Bevölkerungspyramiden und mit der Zusammensetzung der Bevölkerung eines Landes. Die Demografie in Deutschland weist seit etwa 1970 eine sehr geringe Geburtenzahl aus. Dies ist sicher mit der Emanzipation der Frau und der Aufnahme der Berufstätigkeit von Frauen verbunden.

Gleichzeitig konnte der medizinische Fortschritt aber erreichen, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist und die Lebensqualität im Alter verbessert werden konnte. All diese Faktoren führen nun zu einem demografischen Wandel, der sich nicht nur auf die Bevölkerungszahl in Deutschland insgesamt, sondern auch auf die Sozialsysteme, insbesondere der Rentenversicherung, auswirken wird.

Der Grund hierfür liegt im Umlageverfahren, mit dem die deutsche gesetzliche Rentenversicherung finanziert wird. Hierbei geht man davon aus, dass die junge Bevölkerung, die aktiv im Berufsleben steht, Beiträge zur Rentenversicherung leistet, wodurch die Renten direkt gezahlt werden können. Kapital wird in diesem Fall nicht angespart.

Damit das Geld der Jungen jedoch für die Alten reicht, müssen ausreichend Beiträge eingezahlt werden. Durch eine immer weiter sinkende Zahl junger Menschen und eine Erhöhung der Rentner gerät die Finanzierung immer weiter ins Wanken.

Um dies entgegenzuwirken, wurden verschiedene Maßnahmen getroffen. Zum einen soll das beschlossene Elterngeld mehr junge Leute ermutigen, Kinder zu bekommen, denn die Einkommensverluste sollen abgefedert werden.

Gleichzeitig wurde die Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre angehoben, um die Zahl der Rentner zu reduzieren.
Auch wurde das Rentenniveau von derzeit 70% auf 67% gesenkt, weitere Senkungen sollen auf 64% erfolgen.
All diese Regelungen werden dendemografischen Wandel in Deutschland jedoch nicht aufhalten, bestenfalls wird er jedoch verlangsamt.

Statistiker rechnen daher bis zum Jahr 2050 mit einer drastischen Reduzierung der Einwohner in Deutschland, wodurch nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch alle anderen Sozialversicherungen gefährdet wären.
Dies kann nur aufgehalten werden, in dem Ausländer nach Deutschland einwandern, hier integriert werden und einer geregelten Arbeit nachgehen. Nur so können die Verluste einigermaßen kompensiert und das Rentensystem beibehalten werden.







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